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Türkei: „Frankreich heizt Spannungen im Mittelmeer an“

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Vor dem Hintergrund der umstrittenen Kriegsübung im östlichen Mittelmeer hat das türkische Außenamt die Verlegung französischer Kampfjets auf die Insel Zypern verurteilt. Paris ermutige Griechenland, die Spannungen weiter zu erhöhen.

Das türkische Außenministerium hat die Stationierung französischer Militärjets auf der griechischen Seite der Insel Zypern kritisiert. Unter dem Vorwand einer Kriegsübung mit Griechenland und Italien verstößt Frankreich gegen die Zypern-Verträge von 1960, heißt es in der am Donnerstagmorgen veröffentlichten Erklärung.

Griechenland hatte am Mittwoch gemeinsam mit Frankreich, Italien und den Zyperngriechen ein Kriegsmanöver im östlichen Mittelmeerraum gestartet. Es soll noch bis Freitag andauern.

„Frankreich, das kein Garantiestaat für die Insel Zypern ist, ermutigt das griechisch-zypriotische Duo, das für die bestehenden Spannungen im östlichen Mittelmeer verantwortlich ist, die Spannungen in gefährlicher Weise weiter zu erhöhen“, so das türkische Außenamt. Es betonte, alle Initiativen, die darauf abzielen, die Türkei und die Türkische Republik Nordzypern auszuschließen, seien zum Scheitern verurteilt.

Der Premierminister der Türkischen Republik Nordzypern, Ersin Tatar, hatte am Mittwoch die Militäraktion als illegal bezeichnet: „Dieses Manöver ist falsch und verstößt gegen das Völkerrecht.“ Er machte zugleich auf die geographische Lage der beteiligten Staaten aufmerksam: „Wo liegt Italien, wo liegt Frankreich? Wie können sie hierhin kommen und an einer Übung teilnehmen und Rechte beanspruchen?“, fragte er.

Athen versucht, die Energie-Erkundungen Ankaras im östlichen Mittelmeer zu verhindern und das Land von möglichen Reserven abzuschneiden. Die griechische Regierung nimmt dabei eine maximalistische Position ein.

Die Türkei hat die längste Küstenlinie aller Anrainer im Mittelmeer. Sie weist die Vorwürfe illegaler Bohrungen zurück. Das Land vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen sie probeweise nach Erdgas bohrt, zu ihrem Festlandsockel gehören.

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