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Stuttgart: Mehrere Hundert Menschen verstoßen gegen Corona-Auflagen

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Überwiegend junge Menschen haben sich in Stuttgarts Innenstadt getroffen. Sie brachen die Abstandsregeln und das Ansammlungsverbot. Der Polizei leisteten sie Widerstand.

Am Samstag haben mehrere Hundert Menschen in der Stuttgarter Innenstadt gegen Corona-Regeln verstoßen. Die überwiegend jungen Menschen trafen sich am Abend im Bereich des Schlossplatzes, ein Großteil von ihnen hielt sich nicht an Abstandsregeln und trug keinen Mund-Nasen-Schutz, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte.

Weil auch gegen das Ansammlungs- und Alkoholverbot verstoßen worden sei, forderte die Polizei die Menschen auf zu gehen. Etliche wurden dabei nach Angaben der Polizei aggressiv, es bildeten sich Sprechchöre gegen den Einsatz. Mehrere Flaschen und Steine wurden demnach in Richtung der Polizisten geworfen. Ein Beamter soll von einem Gegenstand am Helm getroffen worden sein, er blieb jedoch unverletzt.

Die jungen Menschen gingen anschließend in Kleingruppen davon und rissen Baustelleneinrichtungen, Blumenkübel, Leihräder sowie Mülleimer um. Die Menge zerstreute sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mehrere Menschen müssen nun mit Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Widerstands gegen Beamte rechnen. Die Ermittler prüfen zudem den Tatbestand des Landfriedensbruchs.

Bereits im vergangenen Jahr, in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni, lieferten sich Dutzende, vor allem junge Männer in der Stuttgarter Innenstadt Auseinandersetzungen mit der Polizei und plünderten Geschäfte. Nach Angaben der Polizei waren 400 bis 500 Menschen an der Randale beteiligt oder hatten dabei zugeschaut. Es wurden mehrere Beamte verletzt und Schaufenster zerstört. Die Vorfälle sorgten weit über Stuttgart hinaus für Schlagzeilen und Debatten. Auch im vergangenen Juli war es erneut zu Auseinandersetzungen gekommen. Elf Menschen wurden verhaftet.

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