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Konstanz: Professor stellt islamfeindliche Klausurfrage

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Ein Professor der Hochschule Konstanz hat in einer Statistik-Klausur eine islamfeindliche Frage gestellt und damit einen Shitstorm ausgelöst. Die Hochschule äußerte sich zu dem Vorfall – die Aufgabenstellung sei „verletzend und ausgrenzend“.

Ein Professor der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) hat nach einer islamfeindlichen Klausurfrage einen Shitstorm im Internet ausgelöst. In einer Statistik-Klausur sollten die Studenten berechnen, wie hoch der Anteil „radikaler Moslems“ an Mitgliedern einer Moschee in Deutschland ist. Laut Aufgabenstellung versuche ein Imam, durch Gespräche mit Muslimen den Anteil „radikaler“ Moscheemitglieder zu ermitteln. Auffällig ist auch, dass die Wörter „radikale Moslems“ in der Aufgabenstellung durch dicke Buchstaben hervorgehoben wurden.

Die Klausurfrage sorgte im Netz für Entsetzen. Recep Bilgen, Vorsitzender des Landesverbandes der Muslime in Niedersachsen e.V., erklärte: „Islamfeindlichkeit hat es jetzt bis in die Uni-Klausuren geschafft“. HTWG-Präsidentin Sabine Rein reagierte auf die diskriminierende Fragestellung. In einer Antwort an Bilgen versprach sie, dem Vorfall nachzugehen. Gemeinsam mit der Beauftragten für Gleichstellung und Diversity werde die Präsidentin den Hochschulprofessor „aufklären“.

Auch die Hochschulleitung nahm Stellung zu der Situation. In einer Mitteilung auf der Internetseite der Hochschule entschuldigte sie sich am Donnerstag für die „islamfeindliche Aufgabenstellung“. Sie sei „verletzend und ausgrenzend“, betonte die Hochschulleitung. Der Mitteilung zufolge werde sich das gesamte Präsidium der Hochschule Konstanz „entschieden und ausdrücklich“ von dem Vorfall distanzieren.

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