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Erster bundesweiter Warntag seit Wiedervereinigung

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Am Donnerstagvormittag findet ein bundesweiter Katastrophen-Warntag statt. Ziel sei es, die „Bürgerinnen und Bürger für die Warnung vor gefährlichen Ereignissen zu sensibilisieren“, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister.

Am Donnerstag wird es erstmals seit der Wiedervereinigung wieder einen bundesweiten Katastrophen-Warntag geben. Dazu werden in ganz Deutschland um elf Uhr Sirenen heulen, Warn-Apps piepen, Rundfunksender ihre Programme unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch in Schwerin sagte.

Der Innenminsiter hatte im Vorjahr einen entsprechenden Vorschlag in die Konferenz der Innenminister eingebracht und dafür die Unterstützung seiner Amtskollegen erhalten.

„Die Fähigkeit der Bevölkerung, Warnmeldungen und deren Zielrichtung zu verstehen, ist derzeit in Deutschland nicht ausreichend ausgeprägt. Die Bürgerinnen und Bürger für die Warnung vor gefährlichen Ereignissen zu sensibilisieren, ist eine wichtige und ebenso schwierige Aufgabe“, erklärte Caffier. Es müsse sichergestellt werden, dass Warnmeldungen richtig verstanden werden, um dann auch richtig handeln zu können. Der Warntag diene aber auch dazu, die vorhandenen technischen Systeme flächendeckend zu testen.

Der Ablauf der Warnung unterscheidet sich je nach Bundesland und Kommune: In Berlin etwa gibt es seit den 90er Jahren keine Sirenen mehr, weshalb die Warnung dort über Medien, Apps und Anzeigetafeln der öffentlichen Verkehrsmittel verbreitet wird.

In Hessen soll bereits um 10.45 Uhr die Warnapp HessenWarn ausgelöst werden. Die niedersächsische Stadt Osnabrück wiederum beteiligt sich nach eigenen Angaben nicht am Sirenenalarm, weil dort gerade ein neues Sirenensystem aufgebaut wird. Per Warnapp wird allerdings auch dort probehalber alarmiert werden. Der Minister verwies auf die nun freigeschaltete Internet-Seite „bundesweiter-warntag“, die Informationen zum Warntag enthalte, der künftig jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinde. Eine Länderkarte biete zudem einen Überblick über Regelungen zur Warnung in den einzelnen Bundesländern.

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