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Erreger auf dem Vormarsch: Erste Coronavirus-Fälle in NRW und Baden-Württemberg

Nach Baden-Württemberg wird nun auch ein Coronavirus-Fall in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Der erkrankte Mann soll in der Uniklinik Düsseldorf behandelt werden. Sein Zustand ist angeblich kritisch.

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Nach Baden-Württemberg ist erstmals auch ein Patient in Nordrhein-Westfalen nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die Person aus Erkelenz solle nun in die Uniklinik Düsseldorf gebracht werden, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr. Der Mann soll sich in einem kritischen Zustand befinden. Er werde künstlich beatmet, berichtet der WDR auf seiner Internetseite unter Berufung auf den Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch. Wo der Patient sich angesteckt haben könnte, war noch unbekannt. Zuvor hatte die “Rheinische Post” darüber berichtet.

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Spuren führen nach NorditalienÖsterreich bestätigt erste Coronavirus-Fälle

Nach Angaben der Landesregierung von Baden-Württemberg wurde am Abend eine Infektion bei einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen nachgewiesen. Vermutet wird, dass sich sich der Mann während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat.

Nachdem der Mann nach seiner Rückkehr unter grippeähnlichen Symptomen litt, habe er Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt aufgenommen. Ein daraufhin gemachter Test sei positiv verlaufen, teilten die Landesregierung weiter mit. Der 25-Jährige soll noch heute in eine Klinik eingeliefert und dort isoliert werden. Zudem sollen alle Kontaktpersonen des Mannes überprüft und zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden.

 

Zuvor 16 bestätigte Fälle in Deutschland

Gesundheitsminister Manne Lucha will morgen weitere Informationen bekanntgeben. “Baden-Württemberg hat sich schon früh auf diesen Fall eingestellt. Alle beteiligten Stellen arbeiten eng und intensiv zusammen”, sagte der Grünen-Politiker.

In Deutschland gab es zuvor 16 bestätigte Coronavirus-Infektionen, die meisten Patienten wurden inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen. 14 der Fälle traten in Bayern auf, von den dortigen Betroffenen ist noch einer in der Klinik. Die anderen beiden Fälle waren China-Rückkehrer, die von der Bundesregierung mit einem Flugzeug aus der Volksrepublik ausgeflogen worden waren. Sie wurden in der Uniklinik in Frankfurt am Main behandelt und Mitte Februar entlassen.

Nach dem Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie in Italien melden immer mehr europäische Staaten Nachweise des Erregers. Österreich, Kroatien, das spanische Festland und die Schweiz berichteten im Tagesverlauf über positive Tests auf das Coronavirus. Trotz der starken Ausbreitung in Italien bleiben die Grenzen zu den Nachbarstaaten vorerst offen. Darauf einigten sich die Länder am Nachmittag bei einem Krisentreffen in Rom.

Mittlerweile seien 322 Menschen in Italien mit dem Coronavirus infiziert, davon seien elf gestorben, teilten die Behörden mit. Die meisten Infektionen wurden in der nördlichen Region Lombardei verzeichnet. Zehn Orte dort sowie ein Ort in der Nachbarregion Venetien stehen daher unter Quarantäne. Mittlerweile erfasst das Virus aber auch den Süden des Landes.

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