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Berlin: Schule unter Rechtsextremismus-Verdacht

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Rechtsextremisten und Holocaust-Leugner sollen regen Kontakt mit der Freien Schule am Elsengrund in Berlin-Mahlsdorf haben, darunter Bernhard Schaub. Nun ist die Schule im Visier des Verfassungsschutzes.

Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet die Freie Schule in Berlin-Mahlsdorf. Laut Verfassungsschutz hatten zwei Personen aus der rechtsextremistischen Szene Kontakte mit der Schule.

Die Behörde sei Hinweisen nachgegangen, erklärte der Verfassungsschutz-Chef Michael Fischer am Mittwoch im Fachausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Ergebnisse der Ermittlungen seien an die Senatsschulverwaltung weitergegeben worden, berichtete der „rbb“. An der Freien Schule am Elsengrund werden nach Informationen vom „Tagesspiegel“ 160 Schüler in den Klassen eins bis zwölf von 30 Lehrern unterrichtet.

Bekannte Vertreter der rechtsextremistischen Szene sollen Veranstaltungen der Schule besucht haben. Darunter auch Bernhard Schaub – ein bekannter Holocaust-Leugner, Rechtsextremist und Antisemit. Sein Kind sei dort zur Schule gegangen. Auch Nikolai Nerling sei dort gewesen. Das Land Berlin habe ihn damals als Lehrer wegen seiner Gesinnung entlassen. Er soll über seinen Youtube-Kanal rechtsextreme Positionen verbreitet haben.

Der Senatsschulverwaltung seien die Probleme bereits seit langem bekannt gewesen. Dennoch soll es bis heute keine konkreten Konsequenzen gegeben haben. Man prüfe alle rechtlichen Möglichkeiten, um zu intervenieren, erklärte Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD).


Mert Öztürkmen

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